Was treibt uns an zu gestalten? Ist Geld der Motor unseres Schaffens? Würden wir unseren Beruf ausüben, wenn sich niemand dafür interessiert? Wie gehen Lehrende mit unseren Arbeitsweisen um? Ist neben so viel Kreativität noch Platz für Solidarität? Motivationen weisen uns auf vermeintlich richtige und oft falsche Wege. Sie wecken Hoffnungen, leiten Depressionen ein und decken Chancen auf. Der Statusbericht eines Studenten, dessen wahre Motivation hinter Egoismus, dem Drang nach Aufmerksamkeit und Illusionen der Kreativszene verborgen liegt.
fourfiveX ist eine 2005 von Alexander Lis und Tim Heiler initiierte Plattform für unabhängige Forschung zwischen Design und Kunst. Sie stellen Ergebnisse und Ansichten zur Diskussion, die sich in den letzten Jahren zwischen ihrer freien Arbeit, ihrem Design-Studium und ihrem restlichen Leben entwickelt haben.
Nur noch bis zum 30.09.2009 habt ihr die Chance für mehr als günstige 10 € an den Werktagen teilzunehmen. Danach wird es 20 € kosten. Das Geld dient übrigens nicht unserer Bereicherung (alle Organisatoren, Vortragend und Workshopveranstalter arbeiten pro bono), sondern wird für Essen und Materialien ausgegeben. Die Workshops kosten weiterhin 10 € extra.
Bücher haben Autoren, Bücher haben Gestalter. Eine Frage der Rollenverteilung? Wo überschneidet sich selbige?
Die Frage nach der Autorenschaft innerhalb von Grafik Design ist heute so populär wie nie zuvor. Nur ein Trend, oder die logische Konsequenz aus einer Tradition? Unsere Frage: Wie kann Autorenschaft innerhalb von bestehendem Material aussehen? Wo vermischen sich die Intentionen von Autor und Gestalter, ab wann wird der Gestalter zum Autor? Wie Positioniere ich mich innerhalb dieses spiels?
Bestehende Publikationen werden analysiert, kategorisiert und neu interpretiert. Im Workshop soll ein gemeinsames Buch entstehen, dass die Spezifika dieser Veröffentlichungen herausstellt, hinterfragt, zitiert und interpretiert.
Florian Lamm und David Voss lernten sich an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der Klasse Systemdesign kennen. Derzeit leben und arbeiten sie in Leipzig.
Leider sind schon alle Workshop-Plätze belegt. Du kannst dich aber immer noch für die Konferenz anmelden.
Prof. Jörg Petruschat wird zum Thema »Zusammenarbeit« im Bereich Gestaltung sprechen und reagiert damit auf ein Designverständnis, das in den letzten Jahren sehr individualistische Zuschnitte bekommen hat und fast ausschließlich die Diversifikation des einen von allen anderen ins Zentrum gestalterischer Bemühungen stellt. Im Ergebnis dieser Differenzierungen entsteht mittlerweile nicht mehr bloß Vielfalt, sondern diese Vielfalt führt ob ihrer Unübersichtlichkeit ihrerseits wieder zu so etwas wie einem »Rauschen«, bei dem die mühsam errungenen Differenzierungen gegeneinander in der Masse verschwinden.
Seit 1990 haben Studierende der HdK/UdK ihr Studium und ihre Lehre selbst organisiert, die eigenen Inhalte formuliert und untereinander ausgetauscht und Regeln und Abläufe für die Zusammenarbeit gefunden. Die Freie Klasse ist eine Gruppe von StudentInnen, die eine eigene Form des Studiums sucht, mal gegen, mal neben und mal in Zusammenarbeit mit der regulären Lehre an der Universität. Die Freie Klasse wird von Studierenden gemacht und erhalten und wird an Studierende weitergegeben. In diesem Sinne ist die Freie Klasse eine Institution in der Institution mit eigenen Regeln, mit einer (Selbst)verwaltung, Räumen, Geräten und einem Etat.
Im November 2004 beginnt Kurzschluss mit dem Wunsch nach bundesweiten Austausch. Auf einer Deutschlandtour im Juni 2005 werden Studenten von 22 Kunsthochschulen kontaktiert und nach Stuttgart in ein ehemaliges Fabrikgebäude eingeladen. Erste Kontakte und Projektgruppen bilden sich über das Forum im Internet. Während des Zeitraums von September bis November 2005 wohnen und arbeiten im Bellingweg über 150 Teilnehmer. In ortsbezogenen, gemeinsamen Projekten werden künstlerische Positionen zusammengeführt und in einer Ausstellung präsentiert.
In diesem Vortrag geht es um die Leitidee und das Menschenbild, die der Humboldt’schen Universität zugrundelagen, und das, was unter dem Leitstern »Bologna« daraus werden soll. Im letzten Teil soll den Unterschied von Wissen und Wissenschaft verdeutlichen und zeigen, daß Wissensvermittlung nicht die Hauptsache einer akademischen Ausbildung sein kann. In diesem Zusammenhang möchte Marius Reiser einen kleinen Forschungsbeitrag zur Verkündigungsszene auf dem Isenheimer Altar vorstellen.
Im Rahmen der Schriftenreihe »Designkritische Texte« erscheint jährlich der Preisträger-Text des Wilhelm-Braun-Feldweg-Förderpreises im Niggli Verlag. 2007 wird der Beitrag von Lars Mayer veröffentlicht. Seine Arbeit geht in einer anschaulichen Herleitung auf die Wasserproblematik in Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Erde, ein. Als Ergebnis seiner Recherche entwickelte Lars Mayer ein Produkt zur Trinkwasseraufbereitung, das sich mit ortsüblichen Materialien und Techniken realisieren lässt und dadurch Hilfe zur Selbsthilfe bietet.
Das Büro bildwechsel (image-shift) arbeitet seit nunmehr 10 Jahren an den Schnittstellen von sozialen Bewegungen, Kunst, Kultur, Soziales und Politik. Im Vordergrund ihrer Arbeit stehen gesellschaftspolitische Fragen, die sie mit den Mitteln der visuellen Kommunikation bearbeiten bzw. kommunizieren. Sie streben nach »Komplizenschaft« in ihrem Kundenverhältnis — weniger sind sie an sog. professionellen Dienstleistungsverhältnissen zwischen sich und ihren Kunden interessiert. Sie »verpacken« keine Sachen. Im Vordergrund steht der soziale & kommunikative Gebrauch der visuellen Produkte die sie in die welt setzen. Um darüber sprechen zu können, halten sie es für wichtig zwischen Markt und Gesellschaft polarisierend zu unterscheiden.
Ansonsten konzipieren und gestalten sie Bücher, Plakate, Webseiten, Ausstellungen, unterrichten, halten Vorträge, räumen die Küche auf, sortieren ihre Socken und liegen einfach mal faul mit ihren Freunden und Freundinnen im Park.
Das Projekt »Kunst in Betrieb« ist in einer Kooperation von Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Kunstausstellung, die von engagierten jungen Kunstinteressierten in enger Zusammenarbeit und Eigeninitiative entwickelt und ausgearbeitet wird. Das beinhaltet die Entwicklung und Organisation des Konzeptes, sowie die kuratorische und gestalterische Arbeit.
Ein Rohrleitungsroboter, der städtische Wasserleitungssysteme wartet und ein Forschungsroboter, der in extremen nur schwer zugänglichen Umgebungen von Gletschern und Polregionen Daten für Wissenschaft und Forschung sammelt. Entworfen wurden diese beiden Roboter von Jonathan Herrle, Ralf Kittmann und Josef Niedermeier an der Kunsthochschule Berlin Weißensee.
René Gebhardt, Antje Gerwien, Björn Kernspeckt und Sebastian Locke nehmen Kontakt zu über 300 Agenturen auf und interviewen 30 von ihnen. Sie stellen Fragen wie: »Würde eure Agentur überhaupt ohne Praktikanten funktionieren?« oder »Was muss man in der Mappe haben, um bei euch überhaupt eine Chance zu haben?« aber auch »Sind gute Praktikanten nicht unterbezahlte Grafiker«. Das Buch besteht jedoch nicht nur aus Agenturvorstellungen, sondern es gibt noch einen allgemeinen Teil zum Thema Praktikum, Rechte und Pflichten von Praktikanten. Eigeninitiative lohnt sich. Sei es als Praktikant, Student oder Berufseinsteiger. Die Macher vom Praktikantenguide erzählen über die Entstehung des Buches, über ihre Erfahrungen mit selbstinitiierten Projekten und über den Umgang mit Praktikanten aus der Agentursicht.
In 4 Tagen, 3 Workshops und 8 Vorträgen gab es Spekulationen über grafische Intervention, Experiment, Handarbeit und Ökonomie von und mit europäischen Grafikdesignern, Fotografen, Architekten und Künstlern. Initiiert wurde diese Projekte von drei Studenten (Lisa von Billerbeck, Léo Favier und Tiziana Jill Beck) der Kunsthochschule Berlin Weißensee.
Im Zentrum der Arbeit von Stephan Dillemuth steht ein forschendes Interesse an den aktuellen Veränderungen im Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit, das häufig auch historische Kontexte mit einbezieht. In Hinblick auf die Entwicklung unserer Kontrollgesellschaften wäre zu fragen inwieweit Künstler und Subkulturen überhaupt noch gewillt sind die Diskurse und Vertriebsstrukturen des künstlerischen Feldes selbst zu bestimmen und welche Möglichkeiten der künstlerischen Opposition es dann gäbe. Einen wesentlichen Ausgangspunkt für diese Überlegungen ist für Dillemuth die Idee bohemistischer Forschung und die Politisierung von Selbstorganisation, welche im Gegensatz zu Selbsthilfe auf eine prinzipielle Veränderung des bisherigen Kunst- und Gesellschaftssystems zielt.
Das Flugblatt als Medium der Protestkultur wird zum zentralen Element des Workshops. Im Zentrum illustrativer Schritgestaltung stehen grafisch und inhaltlich plakative Aussprüche. Am Ende könnte der öffentliche Raum erobert werden.
Nach dem was man so hört, bedeutet der kuriose Studioname Nepomuk unter dem Sven Neitzel, Doris Freigofas und Daniel Dolz arbeiten, nichts spezielles. Der Studioname ist genau wie ihr spannender Exkurs zwischen Illustration und Grafik Design offen für die Vorstellungskraft des Lesers. Die drei haben sich während ihrem Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee kennengelernt.
Leider sind schon alle Workshop-Plätze belegt. Du kannst dich aber immer noch für die Konferenz anmelden.