Im Zentrum der Arbeit von Stephan Dillemuth steht ein forschendes Interesse an den aktuellen Veränderungen im Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit, das häufig auch historische Kontexte mit einbezieht. In Hinblick auf die Entwicklung unserer Kontrollgesellschaften wäre zu fragen inwieweit Künstler und Subkulturen überhaupt noch gewillt sind die Diskurse und Vertriebsstrukturen des künstlerischen Feldes selbst zu bestimmen und welche Möglichkeiten der künstlerischen Opposition es dann gäbe. Einen wesentlichen Ausgangspunkt für diese Überlegungen ist für Dillemuth die Idee bohemistischer Forschung und die Politisierung von Selbstorganisation, welche im Gegensatz zu Selbsthilfe auf eine prinzipielle Veränderung des bisherigen Kunst- und Gesellschaftssystems zielt.
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